nicht


nicht
mitnichten; in keiner Weise; keineswegs; keinesfalls; in keinster Weise; auf keinen Fall; in...; non...; un...

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1nicht <Adverb>:
dient dazu, eine Verneinung auszudrücken: ich habe ihn nicht gesehen; die Pilze sind nicht essbar; nicht berufstätige Personen; das war nicht schlecht (das war recht gut).
  2nicht [nɪçt] <Partikel>:
1. dient in Fragen dazu, auszudrücken, dass man eine bejahende Antwort erwartet: ist das nicht Karl?; hast du nicht gehört?; willst du nicht gehorchen?
2. dient in Ausrufen dazu, Verwunderung, Staunen o. Ä. auszudrücken: was du nicht alles kannst!; was es nicht alles gibt!

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nịcht
I 〈Adv.; zur Verneinung〉
1. nein, lass das
2. kein, weder
● \nicht!, bitte \nicht! lass das!; \nicht, dass ich wüsste davon weiß ich nichts; ich \nicht!; das \nicht, aber ...; ich habe \nicht dich gemeint, sondern ... ● \nicht sein Bruder war es, sondern er selbst; \nicht Baum noch Strauch; etwas noch \nicht Dagewesenes, Gesehenes; \nicht Gewünschte(s) = Nichtgewünschte(s); im Leben \nicht! keinesfalls!; \nicht Sesshafte(r) = Nichtsesshafte(r); \nicht Zutreffende(s) = Nichtzutreffende(s) ● bitte \nicht berühren! (Aufschrift an Gegenständen einer Ausstellung); bitte \nicht füttern! (Aufschrift an Käfigen im Zoo); (es ist) \nicht zu glauben, \nicht zu sagen, was sich da zugetragen hat; bitte \nicht rauchen!; du sollst \nicht stehlen (7. Gebot); \nicht stürzen!, \nicht werfen! (Aufschrift auf Paketen); das kann ich \nicht verantworten; warte \nicht auf mich ● \nicht adelig = nichtadelig; \nicht arisch = nichtarisch; \nicht beamtet = nichtbeamtet; er ist \nicht dumm; \nicht durativ = nichtdurativ; \nicht ehelich = nichtehelich; \nicht erneuerbar = nichterneuerbar; \nicht euklidisch = nichteuklidisch; \nicht Krieg führend = nichtkriegführend; \nicht im Geringsten; das ist \nicht gut, \nicht schön, \nicht richtig, \nicht übel; \nicht lange danach, darauf; \nicht linear = nichtlinear; er arbeitet \nicht mehr; er hat \nicht mehr als 500 Euro; \nicht mehr und \nicht weniger als ...; \nicht öffentlich = nichtöffentlich; \nicht rostend = nichtrostend; \nicht staatlich = nichtstaatlich; \nicht viel; \nicht weniger als; wirklich \nicht; \nicht wirklich eigentlich nicht; er hat sich \nicht wirklich gefreut; \nicht zielend = nichtzielend ● ich auch \nicht; wie geht es dir? \nicht besonders 〈umg.〉 (erg.: gut); bestimmt \nicht; \nicht doch!; durchaus \nicht; er hat sich dafür \nicht einmal, 〈umg.〉 \nicht mal entschuldigt; du etwa \nicht!?; \nicht ganz; ganz und gar \nicht; \nicht heute und \nicht morgen; noch \nicht; \nicht nur ..., sondern auch; \nicht sehr; \nicht so schnell!; \nicht so schön wie ...; es ist \nicht so; überhaupt \nicht! ● warum \nicht?; wenn \nicht, dann ...; wieso \nicht? wo \nicht, ... wenn dies der Fall ist, ... 〈besser〉 wenn nicht; →a. ohne (3)
II 〈Abtönungspartikel〉 (zur Bestätigung einer Aussage od. Frage) ● was gibt es hier \nicht alles zu sehen! ● hattest du \nicht gesagt, dass du früher kommen wolltest? ● habe ich es \nicht gleich gesagt?; \nicht wahr? 〈umg.〉 so ist es doch?; du wartest doch noch, \nicht (wahr)?
[<ahd. ni wiht „nicht etwas“; → Wicht]

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1nịcht <Adv.> [mhd. niht, ahd. niwiht, aus: ni (eo) wiht = nicht (irgend)etwas, 2. Bestandteil ahd. wiht, Wicht]:
1. drückt eine Verneinung aus:
n. berufstätige Frauen;
n. eheliche Kinder;
n. amtliche Nachrichtenagenturen;
n. öffentlich, staatlich;
n. selbstständige Arbeit;
ein n. zielendes (Sprachwiss.; intransitives) Verb;
Geld hatte sie n.;
(verstärkt:) gar n.;
er kann [noch] n. [ein]mal seinen Namen schreiben (emotional; sogar seinen Namen kann er nicht schreiben);
<in mehrteiligen Konj.:> n. nur …, sondern [auch].
2. (vor einem Adj. mit negativer Bedeutung) drückt eine bedingt positive Einstellung od. auch Anerkennung des Sprechers aus:
sie ist n. unfair (ist ganz fair), gar n. dumm (klüger als erwartet).
2nịcht Partikel; meist unbetont [zu: 1nicht]:
dient zur Bekräftigung u. Bestätigung in Fragesätzen, die eine positive Antwort herausfordern, in Ausrufen o. Ä., die Zustimmung wünschen:
ist es n. herrlich hier?

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nịcht [mhd. niht, ahd. niwiht, aus: ni (eo) wiht = nicht (irgend) etwas, 2. Bestandteil ahd. wiht, ↑Wicht]: I. <Adv.> 1. drückt eine Verneinung aus: er raucht n.; ich weiß es n.; n. amtliche Nachrichtenagenturen; n. berufstätige Frauen; n. eheliche Kinder; die Pilze sind n. essbar; n. öffentlich; n. selbstständige Arbeit; wir haben n. genug Zeit; das ist n. umsonst so gemacht (es hat einen ganz bestimmten Grund); n. einer (geh.; keiner) war bereit zu helfen; bitte n. berühren; [tu das] n.!; Geld hatte sie n.; Sie (= die Division) musste n. um jeden Meter Boden kämpfen, das n. (Kuby, Sieg 236); n., dass ich keine Lust hätte, aber ich möchte noch warten; (verstärkt:) wirklich n.; gar n.; durchaus n.; absolut n.; n. doch!; (emotional:) er kann [noch] n. [ein]mal seinen Namen schreiben (sogar seinen Namen kann er nicht schreiben); <in mehrteiligen Konj.:> n. nur ..., sondern [auch]; n. ... noch. 2. (vor einem Adj. mit negativer Bedeutung) drückt eine bedingt positive Einstellung od. auch Anerkennung des Sprechers aus: sie ist n. unfreundlich (ist ganz freundlich); die Sache ist n. übel, n. schlecht (ist ganz gut); er ist gar n. dumm (ist klüger als erwartet). II. Partikel; meist unbetont dient zur Bekräftigung u. Bestätigung in Fragesätzen, die eine positive Antwort herausfordern, in Ausrufen o. Ä., die Zustimmung wünschen: willst du n. mitkommen?; gefällt dir das n. auch?; ist es n. herrlich hier?; hast du das denn n. gesehen?; das ist doch dein Bruder, n.?

Universal-Lexikon. 2012.

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